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Spannende Studienreise durch Singapur, Malaysia und Indonesien

Reisenummer 67799

Themen

Sie finden diese Reise und weitere unter folgenden Kategorien:

Südostasien – Malaysia, Indonesien, Singapur

  • Spannende Studienreise durch Singapur, Malaysia und Indonesien
  • Auf Java Erkundung der großartigen Tempel und UNESCO-Welterbestätten Borobudur und Prambanan
  • Bali mit seinen Reisterrassen und Tempeln
  • Ursprüngliche Regenwälder: zwei Stätten des UNESCO-Welterbes auf Borneo
  • Besuch einer Orang-Utan-Aufzuchtstation
  • Die pulsierenden Metropolen Singapur und Kuala Lumpur
  • Viele Mahlzeiten eingeschlossen
  • Flüge mit Singapore Airlines
  • Bei dieser Studienreise schöpfen wir aus der reichen Schatzkiste des Malaiischen Archipels: die Vulkangipfel und Tempelfeste Balis, die grandiosen hinduistischen und buddhistischen Bauwerke Javas, futuristische Architektur in den Metropolen Singapur und Kuala Lumpur und – nur auf dieser Reise – Borneo, die zweitgrößte Insel der Welt. Die Machete können Sie zu Hause lassen, aber die Regenwälder am Mount Kinabalu oder das größte Höhlensystem der Welt im Gunung-Mulu-Nationalpark machen auch heute noch atemlos. Vor Staunen! Auch kulturell haben Indonesien, Malaysia und der Stadtstaat Singapur einiges zu bieten: Schließlich hinterließen Händler, Reisende und Eroberer aus allen Himmelsrichtungen ihre Spuren.

    MAP Karte

    Reiseverlauf

    1. Tag: Abflug nach Asien

    Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen. Vormittags Flug mit Singapore Airlines von Frankfurt, München, Düsseldorf oder Zürich nach Singapur (nonstop, Flugdauer ca. 12 Std.).

    2. Tag: Willkommen in Malaysia!

    Morgens Ankunft in Singapur und Weiterflug mit Silkair, einer Tochtergesellschaft von Singapore Airlines, auf die Insel Borneo (Flugdauer ca. 2,5 Std.), das Flugziel heißt Kota Kinabalu. Am Nachmittag nimmt Sie Ihre Studiosus-Reiseleiterin mit auf einen Erkundungsspaziergang durch die moderne Stadt. Es bleibt auch Zeit für einen Sprung in den Hotelpool. In einem landestypischen Restaurant stimmen wir uns beim Abendessen kulinarisch auf Südostasien ein. Zwei Übernachtungen in Kota Kinabalu.

    3. Tag: Die Bergwelt am Mount Kinabalu

    Heute geht es auf einen Tagesausflug in den Mount-Kinabalu-Nationalpark (UNESCO-Welterbe). Dramatisch verschleiern Wolken die Bergriesen, dampfend öffnet sich darunter der Regenwald. Im Nationalpark verstecken sich über 1500 Orchideenarten. Umschwirrt von unzähligen Schmetterlingen erkunden wir zu Fuß das grüne Gewirr. Ein Traumplatz für neue Dschungelperspektiven in luftiger Höhe: der Canopy Walkway, ein Weg über Hängebrücken auf Baumkronenhöhe. Fahrtstrecke 200 km. Zurück in Kota Kinabalu ist Fisch – frisch aus dem Meer, knusprig aus dem Wok – für Ihr individuelles Abendessen bestimmt eine gute Wahl.

    4. Tag: In den Gunung-Mulu-Nationalpark

    Mittags Flug mit Malaysia Airlines nach Mulu und weiter mit dem Bus zum Gunung-Mulu-Nationalpark (UNESCO-Welterbe) inmitten tropischer Regenwälder. Ein echtes Natur-Highlight! Im wohl größten Höhlensystem der Welt werden wir zu Höhlenforschern. Auf Holzstegen geht es etwas schweißtreibend quer durch den Dschungel zum Ausgangspunkt für unser "Höhlen-Hopping". Aber die Mühe lohnt sich: In der Lang Cave schlängeln wir uns durch den Wald der Stalagmiten und Stalaktiten. In der riesigen Deer Cave nebenan leben Millionen Fledermäuse, die nur darauf warten, in die Nacht zu starten. Zwei Übernachtungen in einem komfortablen Resort im Nationalpark.

    5. Tag: Höhlen im Regenwald

    Höhlentour, zweiter Teil. Heute gehen wir mit dem Langboot auf Entdeckungsreise. Der Dschungelalltag schwebt vorbei: Kinder, die ins Wasser hüpfen, Frauen beim Waschtag. Dann tasten wir uns in der Wind Cave mit Taschenlampen durch den Tropfsteinwald und erkunden über steile Treppenstufen das mehrstöckige Höhlensystem der Clearwater Cave. Nach einer Badepause im Dschungelpool ist dann das Picknick vorbereitet: Reisbällchen und Ananas sind die perfekte Stärkung. Am Nachmittag machen Sie, was Ihnen gefällt: Im Spa oder am Pool Ihres Hotels entspannen? Oder lieber noch eine Wanderung unternehmen?

    6. Tag: Kuching, die Hauptstadt von Sarawak

    Mittags Flug mit Malaysia Airlines nach Kuching, der Hauptstadt des Bundesstaates Sarawak. Beim Stadtrundgang erklärt Ihnen Ihre Reiseleiterin, warum die Stadt von den Locals "Cat City" genannt wird. Wir besichtigen das Sarawak Museum, schauen in chinesische Tempel und spazieren die Uferpromenade entlang. Abends lassen wir uns die Spezialitäten von Sarawak in einem lokalen Restaurant schmecken. Zwei Übernachtungen in einem komfortablen Hotel in Kuching.

    7. Tag: Orang-Utans auf Borneo

    Vormittags fahren wir in den Dschungel und schauen im Semenggoh Nature Reserve unseren rot-zotteligen Verwandten bei der Fütterung zu. Verwaiste Orang-Utans werden hier in einer Auswilderungsstation auf das Leben in der Freiheit vorbereitet. Zurück in Kuching bleibt Zeit für die Waterfront mit ihren Cafés und Marktständen. Am freien Abend eine Runde durch den Nachtmarkt von Siniawan snacken? Der Duft aus den Garküchen in den atmosphärisch durch Lampions beleuchteten Gassen ist verführerisch!

    8. Tag: Hinduistische Batu-Höhlen

    Am Vormittag noch ein paar Runden durch den Hotelpool ziehen? Mittags verlasen wir Borneo und fliegen mit Malaysia Airlines nach Kuala Lumpur. Vom Flughafen gleich zu den Batu-Höhlen. Bewacht von der 42 m hohen goldenen Statue des Hindugottes Murugan führen 272 Stufen bis zum Schrein von Gott Subramaniam – Pilgerziel für malaysische Hindus. Auf dem Weg zurück in die Stadt schauen wir uns in einer Zinnfabrik um. 50 km. Nach dem Abendessen im Hotel noch Lust auf einen Spaziergang im nahen KLCC-Park mit Blick auf die bekannten Petronas Towers? Zwei Übernachtungen in Kuala Lumpur.

    9. Tag: In die Hauptstadt Kuala Lumpur

    Stationen unserer Citytour in der Hauptstadt: Nationalmoschee, Königspalast und der Bahnhof – ein Mix aus maurischen Elementen an der Außenfassade und typisch britischer Funktionalität im Innenbereich. Nicht zu vergessen: die Petronas Twin Towers – nicht mehr das größte Gebäude der Welt, aber immer noch ein Hingucker. Little India? Chinatown? Nachmittags können Sie in Eigenregie Kuala Lumpurs Melting Pot entdecken, in dem Malaien, Chinesen und Inder rühren. Ikan Bakar, knuspriger Fisch, oder indische Pfannkuchen zum Abendessen? Ihre Reiseleiterin kennt ein paar scharfe Restaurantadressen für den freien Abend.

    10. Tag: Kolonialperle Malakka

    Heute folgen wir den Spuren der Gewürzkrämer nach Malakka, wo Portugiesen, Niederländer und Briten Kolonialgeschichte schrieben. 150 km. Zwischen A-Famosa-Fort, Stadthuys und Christ Church erkunden wir die Altstadt (UNESCO-Welterbe). Die einstigen Villen europäischer Pfefferhändler an der Jonker Street, heute Antiquitätenläden und Cafés, laden zum Stöbern und Probieren ein. Abends testen wir in einem traditionellen Restaurant, wie das Land der Gewürze schmeckt.

    11. Tag: Von Malaysia nach Singapur

    Congkak spielen, Sarongs wickeln und Batik malen: In einem Handwerkerdorf bei Malakka bekommen wir einen Crashkurs in malaiischer Kultur. Und dazu exotische Früchte wie Rambutan und Litschi zum Probieren. Wir wollen von den Dorfbewohnern wissen: Welche Rolle spielen ihre alten Traditionen in einem asiatischen Boomland? Auf der Fahrt nach Singapur bleibt Zeit für einen Austausch mit Ihrer Reiseleiterin: Sind die Pläne der malaiischen Regierung, bis 2021 zu den Industriestaaten aufzuschließen, realistisch? 250 km. Zwei Übernachtungen in einem zentral gelegenen Hotel in Singapur.

    12. Tag: Singapur - moderne Multikulti-Metropole

    Ein Feuerwerk der Farben und Düfte empfängt uns am Vormittag im botanischen Garten – auf einem Spaziergang schnuppern wir uns durch die Tropenflora. Das Singapur des 21. Jahrhunderts sehen wir dann im Hightechschleusenhaus. Danach schauen wir von der Aussichtsplattform des futuristischen Marina Bay Sands Hotel, eines der herausragenden Bauwerke der Welt, aus luftigen 200 Metern Höhe auf die Megastadt. Der Nachmittag und der Abend gehören Ihnen: Eine Runde im Singapore Flyer, dem zweitgrößten Riesenrad der Welt, oder staunen über die Blütenpracht in den Gardens by the Bay? Ihre Reiseleiterin versorgt Sie auch mit den besten Tipps für Restaurants und Garküchen.

    13. Tag: Glanzvoller Prambanan-Tempel

    Szenen- und Länderwechsel: Morgens Flug mit Silk Air nach Jogjakarta auf der indonesischen Insel Java. Wir nähern uns gleich einem der kulturellen Höhepunkte von Java, zuvor aber zur Stärkung dem Restaurant von Suryadi und seiner Familie. Sicher wird er uns beim Mittagessen auch verraten, wo Indonesiens junge Demokratie heute steht. Dann stehen wir staunend vor dem Prambanan-Tempel (UNESCO-Welterbe). Wie ein steinernes Bilderbuch erzählen die Tempelreliefs von Liebe und Leid, Verbannung und Rache. Über die Rolle der Hindugötter im muslimischen Indonesien berichtet Ihre Reiseleiterin. 40 km. Ein Tipp für den freien Abend: Einfach dem Duft der Satay-Spieße folgen! Drei Übernachtungen in Jogjakarta in einem zentral gelegenen Hotel.

    14. Tag: Sultansstadt Jogjakarta

    Höfe, Hallen, Ruheplätze – im Sultanspalast von Jogjakarta begegnet uns altjavanische Tradition. Doch welche Rolle spielt der noch amtierende Sultan heute? Ist er Landesvater, Geschäfts- oder Lebemann? Unsere Tour durch die Stadt führt weiter zum Wasserschloss Taman Sari und ins Sonobudoyo-Museum. Nachmittags geht es in das historische Viertel Kota Gede. Hier schauen wir Batik-Handwerkern beim Jonglieren mit Wachskännchen und Stempel auf die Finger. Eine urjavanische Tradition! Dann eine Theaterkostprobe in der Schattenspielwerkstatt zum Stakkato des Gamelanorchesters und schließlich glitzernde Souvenirs in einem Silberatelier. 100 km.

    15. Tag: Borobudur - ein Berg für Buddha

    Ein Vormittag zum Staunen! Steinschleifer und Steinmetze türmten mehr als zwei Millionen Lavasteinblöcke aufeinander und schufen das größte buddhistische Heiligtum der Welt. Die 1460 Reliefs des Borobudur-Tempels (UNESCO-Welterbe) erzählen vom Weg zur Erleuchtung, und 432 Buddhas säumen unseren Weg zum Gipfel mit Dschungelblick. 80 km. Am freien Nachmittag können Sie auf der Shoppingmeile Malioboro nach trendiger Mode "made in Indonesia" schauen oder im Hotelpool entspannen. Das Abendessen genießen wir in einem landestypischen Restaurant mit javanischen Leckerbissen. Zum musikalischen Nachtisch verzaubern uns Tänzer beim Ramayana-Ballett, das die Geschichte des hinduistischen Gottes Rama und seiner geliebten Sita erzählt.

    16. Tag: Auf nach Bali!

    Heute lohnt sich das frühe Aufstehen - die Götterinsel Bali erwartet uns. Morgens Flug mit Garuda nach Denpasar. Fahrt zum Badeort Candi Dasa im Osten der Insel. 90 km. Nachmittags Zeit zum Baden und fürs süße Nichtstun. Zwei Übernachtungen im Badeort Candi Dasa.

    17. Tag: Bali - Vulkane und Tempel

    Auf den Vulkanen thronen die Götter, glauben die balinesischen Hindus. Den beiden Feuerbergen Balis nähern wir uns heute. Vormittags blicken wir in die Caldera, den Einbruchskessel des Vulkans Batur. Dann weiter zum Agung, an dessen Hängen das wichtigste Inselheiligtum klebt: Zusammen mit den Balinesen pilgern wir zum Pura Besakih, dem Muttertempel aller balinesischen Tempel. Nach dem Mittagessen mit Aussicht folgen drastische Szenen: Wie balinesische Sünder in der Hölle schmoren, zeigen die Gemälde in der ehemaligen Gerichtshalle von Klungkung. 170 km. Was heute und morgen Abend auf den Tisch kommt, entscheiden Sie. Lassen Sie sich die Restauranttipps Ihrer Reiseleiterin nicht entgehen!

    18. Tag: Im Künstlerort Ubud

    Herzland balinesischer Kultur und Tummelplatz der Promiszene - Ubud ist beides. Wir sammeln Eindrücke beim Spaziergang durch den Ort. 10000, 20000? Die Tempel der Götterinsel hat wohl niemand gezählt. Wir haben zwei der schönsten ausgewählt: das Quellheiligtum Tirta Empul und den Felstempel Gunung Kawi. Nach dem Mittagessen in einem landestypischen Restaurant schauen wir in Mas Holzschnitzern und im Silberdorf Celuk Silberschmieden bei der Arbeit zu. Dann lockt wieder das Meer. 80 km. Zwei Übernachtungen in einem Strandhotel in Sanur.

    19. Tag: Tempel von Tanah Lot und Taman Ayun

    Ein freier Vormittag in Ihrem Tempo. Lieber Strand oder auf den Gemüsemarkt von Sanur? Nachmittags geht es zum Tempel Taman Ayun. Eine echte Perle zum Schluss: das Meeresheiligtum Tanah Lot, wo Pilger mit Opfergaben die Dämonen des Meeres bestechen. Bei Kokoswasser frisch aus der Nuss lassen wir die Sonne hinter dem Tempel im Meer versinken. 90 km. Beim Abendessen in einem stimmungsvollen Restaurant feiern wir mit balinesischen Spezialitäten Abschied. "Enak sekali" – einfach köstlich!

    20. Tag: Ein letzter Tag im Paradies

    Ein Tag nach Lust und Laune für Liegestuhl, Strand oder Pool. Abends Flug mit Singapore Airlines von Denpasar nach Singapur (Flugdauer ca. 2,5 Std.) und weiter nach Frankfurt, München und Zürich (nonstop, Flugdauer ca. 13 Std.).

    21. Tag: Zurück in der Heimat

    Morgens Ankunft in Europa und Anschluss zu den anderen Städten.

    Leistungen

    Im Reisepreis enthalten

  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit Singapore Airlines z.B. von Frankfurt oder München nach Singapur und zurück von Denpasar; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Zwischen- und Inlandsflüge (Economy) lt. Reiseverlauf
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 130 €)
  • Sitzplatzreservierung für Langstreckenflüge
  • Transfers/Ausflüge/Rundreise in bequemen, landesüblichen Reisebussen (Klimaanlage)
  • 18 Übernachtungen, Hotels mit Klimaanlage, meist auch mit Swimmingpool
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Frühstücksbuffet, 7 Mittagessen und 4 Abendessen in landestypischen Restaurants, 5 Abendessen im Hotel, ein Abendessen mit einer Ramayana-Ballettaufführung
  • bei Studiosus außerdem inklusive

  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Örtliche Führer
  • Ein Picknick
  • Fahrt mit einem Langboot im Gunung-Mulu-Nationalpark
  • Vorführung in einer Schattenspielwerkstatt
  • Eintrittsgelder
  • Einsatz des Studiosus-Audiosets
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)
  • Klimaneutrale Bus-, Bahn- und Bootsfahrten durch CO2-Ausgleich
  • Reisepapiere und Impfungen

    Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben.

    Einreisebestimmungen

    Für die Einreise nach Malaysia, Singapur, Indonesien und Brunei benötigen Deutsche, Österreicher und Schweizer einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach Reiseende gültig ist und über mindestens drei freie Seiten verfügt (S. 5 und letzte Umschlagseite werden nicht mitgezählt).
    Eine Einreise mit einem vorläufigen Pass ist nicht möglich. Visa bzw. Einreisestempel von Israel können unter Umständen zu Problemen bei der Einreise führen.
    Für Reiseteilnehmer mit anderer Nationalität gelten möglicherweise andere Einreisebestimmungen. Erkundigen Sie sich daher bitte in Ihrem Reisebüro oder beim zuständigen Konsulat.
    Sollten Sie länger als 30 Tage in Indonesien bleiben wollen oder über einen vorläufigen Reisepass verfügen, benötigen Sie ein vorab über die Botschaft zu beantragendes Visum mit entsprechender Gültigkeit. In diesen Fällen sind Sie selbst für die Visabesorgung verantwortlich.

    Mitführen von Medikamenten

    Bitte beachten Sie folgenden Hinweis des Auswärtigen Amtes zur Mitnahme von Medikamenten.
    Wir empfehlen, ein entsprechendes Ärztliches Attest mitzuführen.

    Besondere strafrechtliche Vorschriften

    Indonesien zählt zu den Ländern mit den strengsten Drogengesetzen weltweit. Schon der Besitz geringster Drogenmengen führt oft zu hohen Freiheitsstrafen. Die Todesstrafe für Drogendelikte wird auch an Ausländern vollstreckt. Es wird daher eindringlich vor Erwerb, Besitz, Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr von Rauschgift gewarnt.
    Auch Medikamente für den eigenen Bedarf, insbesondere wenn sie betäubungsmittelhaltig sind, wie z.B. Methadon, oder bei Psychopharmaka können ohne Nachweis der der Menge entsprechenden Verschreibung als Drogen qualifiziert werden und zu entsprechenden Konsequenzen führen.
    Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.

    Sicherheit geht vor!

    Ergänzend zu den allgemeinen Sicherheitsinformationen in den Ländereinleitungsseiten unserer Kataloge übersenden wir Ihnen eine detailliertere Einschätzung der aktuellen Sicherheitslage Ihrer Reiseländer, sowie die aktuell geltenden Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.
    Sehr geehrter Reisegast,
    Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in Malaysia und Indonesien zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben die aktuellen Sicherheitshinweise des deutschen Auswärtigen Amtes. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch

    Malaysia gilt als vergleichsweise sicheres Reiseziel. Wegen der anhaltenden Gefahr von Entführungen haben die Behörden in den letzten Jahren ihre Sicherheitsvorkehrungen an der Küste Ost-Sabahs und rund um die Inseln im Grenzbereich zu den Philippinen verstärkt. Auf Grund erneuter Entführungsfälle von Touristen rät das Auswärtige Amt jedoch momentan von Reisen in den Osten Sabahs ab. Aus grundsätzlichen Sicherheitsüberlegungen bieten daher derzeit keine Reisen nach Sabah oder Ausflüge auf die vorgelagerten Resort-Inseln an.
    Im Kampf gegen die in Indonesien aktiven islamistischen Terrorgruppen erzielten die Sicherheitskräfte große Erfolge: Anschlagspläne wurden aufgedeckt und vereitelt, führende Mitglieder terroristischer Organisationen verhaftet, die Maßnahmen zum Schutz touristischer Einrichtungen und der Zentren des öffentlichen Lebens verstärkt. Durch diese Maßnahmen hat sich die Sicherheitslage im Land deutlich verbessert, jedoch zeigen die Anschläge vom Mai 2018 in Surabaya und Sidorajo, dass neue Terroraktionen islamistischer Extremisten nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Vor diesem Hintergrund sind unsere örtlichen Leistungspartner und Reiseleiter, insbesondere in der Hauptstadt Jakarta, in den Tourismuszentren auf Bali und während wichtiger christlicher Feiertage zu erhöhter Vorsicht aufgefordert. Ebenso meiden wir im gesamten Land größere Menschenansammlungen und politische Kundgebungen.
    Wirtschaftliche und soziale Maßnahmen der Behörden haben zu einer Verbesserung der Lage in fast allen Landesteilen geführt: Dies gilt auch für Regionen, die aufgrund von Binnenkonflikten für lange Zeit als touristische Ziele ausfielen. Mit Ausnahme von Aceh, Irian Jaya und der Stadt Ambon auf den Molukken, wo wir aufgrund lokaler ethnischer und religiöser Spannungen unverändert von einer erhöhten Gefährdung aufgehen, können wieder alle Teile des Landes bereist werden.
    Wir sehen derzeit außerhalb der genannten Gebiete keinen Anlass, von Reisen in diese Region abzusehen. Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes für ganz Malaysia oder Indonesien bzw. eine der von Ihnen bereisten Inseln bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.
    Mit freundlichen Grüßen
    Studiosus Reisen München
    Stand: 21. August 2018

    Sicherheitshinweis

    Malaysia
    Stand: 12. Dezember 2018
    Landesspezifische Sicherheitshinweise
    Terrorismus/Entführungen
    Von Reisen in den Osten des Bundesstaats Sabah und auf die angrenzenden Inseln wird dringend abgeraten. Vor Reisen in das Seegebiet zwischen den Süd-Philippinen und Sabah wird gewarnt, sieheReise- und Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung - Philippinen.
    In Malaysia besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Anschläge. Nach dem Eindringen philippinischer Rebellen in die östlichen Bezirke des auf Borneo gelegenen Bundesstaats Sabah wurde eine Sicherheitszone („Eastern Sabah Safety Zone -ESSZONE-“) eingerichtet. In der ESSZONE kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Entführungen von Touristen (u.a. auf Semporna), Übergriffen auf Polizeikräfte (u.a. auf Mabul) und auf der Insel Pom-Pom auch zur Ermordung eines Touristen. Auch 2018 gab es weitere Entführungen und Entführungsversuche. Es gibt Hinweise, dass eine akute Gefährdung der dortigen touristischen Ziele und auch im Umfeld der ESSZONE besteht. Das Risiko von Überfällen und Entführungen insbesondere in Küstennähe und auf den Inseln bleibt signifikant. In der Sicherheitszone ist mit einem erhöhten Aufkommen von Polizei und Militär zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.
    Die Zone umfasst die Ortschaften Sandakan, Lahad Datu, Tawau, Kunak und Semporna sowie die vor der Küste gelegenen Inseln einschließlich der Insel Sipadan. Die Grenzen der ESSZONE sind als Anhaltspunkt zu nehmen, eine Bewertung konkreter Orte ist nicht möglich.
    Für Wasserfahrzeuge aller Art gilt in an die ESSZONE angrenzenden Küstengewässern bis drei Seemeilen Entfernung von der Küste ein nächtliches Fahrverbot von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.
    Kriminalität
    Es gibt regelmäßig Berichte über Diebstähle auf offener Straße und in Shopping Malls. Immer wieder kommt es zu Taschendiebstahl durch vorbeifahrende Motorradfahrer. Dabei wird auch Gewalt angewendet. Es kam in diesen Fällen schon mehrfach zu ernsthaften Verletzungen, insbesondere wenn die Tasche nicht losgelassen bzw. schräg über Schulter und Arm und zur Straßenseite hin getragen wurde. Auch sichtbar in Autos liegende Wertgegenstände führen häufig zu Einbruchdiebstählen. Besucher, gerade auch an Sehenswürdigkeiten, sollten aufmerksam sein und sich angepasst verhalten.
    Bei Übernachtungen in Hostels oder Low-Budget-Hotels, vor allem in den stark frequentierten Stadtteilen Kuala Lumpurs, Bukit Bintang und Chinatown, ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten. Innerhalb und in unmittelbarer Nähe dieser wurden deutsche Touristen wiederholt Opfer von Raub und Diebstahl.
    Trickbetrügereien, insbesondere durch Animation zu Glücksspielen werden häufig gemeldet. Hiervon sind vor allem Alleinreisende betroffen, die an touristischen Orten gezielt angesprochen und unter einem Vorwand in Privatwohnungen gelockt werden.
    Verabreichung von Drogen und sogenannte K.o.-Tropfen in Bars gehören ebenfalls zu Verbrechen, von denen Touristen betroffen sein können.
    Aus Malaysia heraus werden häufig Internetbetrügereien begangen. Nicht selten sind dabei auch Straftaten, die im Internet angebahnte persönliche Scheinbeziehungen zum Ausgangspunkt haben.
    Schiffsverkehr / Piraterie
    Bei Benutzung von Fähr- und Ausflugsbooten (auch im Landesinneren) wird zu Vorsicht geraten. Reisende sollten sich über Sicherheits- und Rettungseinrichtungen an Bord und die Seetüchtigkeit des Schiffes informieren. Die Gefährdung der Schifffahrt in den Gewässern um Malaysia (insbesondere Straße von Malakka) durch Piraterie besteht fort.
    DemonstrationenEs kann vereinzelt zu Demonstrationen kommen, bei denen gewaltsame Auseinandersetzungen nicht auszuschließen sind. Reisende sollten Demonstrationen generell meiden, da nach malaysischem Recht die Teilnahme von Ausländern verboten ist.
    Naturkatastrophen
    Es treten insbesondere in der Zeit von November bis Februar und vor allem in den nordöstlichen Bundesstaaten auf der Malaiischen Halbinsel (Kelantan, Terengganu) gelegentlich saisonale Stürme und Starkregenfälle auf, die mitunter zu Überflutungen und Einschränkungen im Land- und Luftverkehr führen. Heftige Tropengewitter mit Blitzschlägen gibt es ganzjährig.Reisende werden gebeten, ggf. die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.
    Malaysia befindet sich in einer seismisch aktiven Zone, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.
    In den Sommermonaten kommt es immer wieder zu Belastung durch den sogenannten „haze“ (Smog, siehe auch Medizinische Hinweise), der in einzelnen Regionen punktuell ein gesundheitsbeeinträchtigendes Niveau erreicht. Aktuelle Daten (Air Pollutant Index - API) sind auf der Webseite des malaysischen Umweltministeriums abrufbar.
    Krisenvorsorgeliste
    Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.
    Weltweiter Sicherheitshinweis
    Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

    Sicherheitshinweis

    Indonesien
    Stand: 27. Dezember 2018

    Aktuelle Hinweise
    In den frühen Morgenstunden des 23. Dezembers 2018 kam es an den Stränden der Sundastrasse in Pandeglang, Serang und Süd-Lampung zu einem Tsunami.
    Nach Erkenntnissen der indonesischen Behörden wurde dieser durch einen Erdrutsch unter dem derzeit stark aktiven Vulkan Anak Krakatau verursacht. Die Überschwemmungen der Flutwelle verursachten erhebliche Schäden.
    Es sind Todesopfer und Verletzte zu beklagen. Rettungs- und Hilfsaktionen sind angelaufen, die Informationslage ist noch unübersichtlich.
    Um die Vulkaninsel Krakatau wurde eine Sperrzone im Umkreis von 5 Kilometern errichtet und die zweithöchste Alarmstufe für vulkanische Aktivität ausgerufen. Weiterhin kann es z Umleitungen und ggf. Beeinträchtigungen des Flugverkehrs kommen. Laut Zivilschutzbehörden muss mit einem weiteren Ausbruch gerechnet werden.
    Die Wiederherstellung der Infrastruktur wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Derzeit bestehen teilweise nur eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten per Telefon/Internet.
    Der Vulkan Soputan, im Norden der indonesischen Insel Sulawesi, ist am 16. Dezember 2018 ausgebrochen. Laut Zivilschutzbehörde bildete sich über dem Vulkan eine fast drei Kilometer hohe Aschewolke. Es wurde eine Sperrzone im Umkreis von vier Kilometern, im Süden und Südwesten von 6,5 Kilometern, um den 1758 Meter hohen Soputan eingerichtet. Eine Ausweitung dieser Sperrzone ist nicht auszuschließen. Der Flugbetrieb von und nach Sulawesi läuft derzeit normal.
    Am 28. September 2018 ereigneten sich auf der Minahasa Halbinsel, Sulawesi, mehrere Erdbeben, darunter ein schweres der Stärke 7,4. Es wurde eine Flutwelle ausgelöst, die insbesondere in der Provinzhauptstadt Palu und Umgebung zu Überschwemmungen und erheblichen Schäden sowie einer Vielzahl von Todesopfern und Verletzten führte. Der Flughafen Palu operiert nur eingeschränkt. Es muss in der Region weiterhin mit Nachbeben gerechnet werden. Die Wiederherstellung der Infrastruktur wird lange Zeit in Anspruch nehmen.
    Von nicht erforderlichen Reisen nach Palu und in die Bezirke von Donggala, Mamuju Utara, Sigi und Parigi Moutong in Zentral-Sulawesi wird derzeit abgeraten.
    Auf den vom Erdbeben nicht betroffenen Togean-Inseln bestehen keine bzw. eine nur sehr eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeit per Telefon/Internet.
    Ende Juli und im August 2018 haben mehrere zum Teil schwere Erdbeben auf der Ferieninsel Lombok sowie auf Sumbawa insbesondere im Norden von Lombok schwere Schäden verursacht. Es sind zahlreiche Todesopfer und Verletzte zu beklagen. Im September 2018 folgten weitere Nachbeben. Die Wiederherstellung der Infrastruktur im Norden von Lombok wird lange Zeit in Anspruch nehmen. Betroffen waren auch die Gili-Inseln Trawangan, Meno und Air, auf denen die Infrastruktur jedoch bereits weitgehend wiederhergestellt werden konnte. Im Süden und Südwesten von Lombok und Bali wurden nur vereinzelt Schäden gemeldet.
    Mit Nachbeben muss auch in dieser Region weiterhin gerechnet werden.
    Der Vulkan Rinjani ist für Wanderer während der Regenzeit von November 2018 bis April 2019 geschlossen.
    Reisenden in dem betroffenen Gebiet wird geraten, sich über die lokalen Medien informiert zu halten beschädigte Gebäude, Brücken und Straßen zu meiden und den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten.
    Landesspezifische Sicherheitshinweise
    Terrorismus
    In der Vergangenheit wurden vereinzelte Anschläge insbesondere in der Hauptstadt Jakarta verübt, Mitte Mai 2018 in Surabaya und Sidoarjo im Osten Javas. Die indonesischen Sicherheitskräfte gehen entschieden gegen mögliche Terroristen vor. Dennoch besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko von Terroranschlägen in ganz Indonesien. Internationale Hotels, Einkaufszentren, Diskotheken, Flugplätze, christliche Kirchen und westliche oder nicht-muslimische Einrichtungen insbesondere im großstädtischen Bereich, wie Jakarta, Bandung, Medan, Makassar und Surabaya sowie auf der Insel Bali, gelten als besonders anschlagsgefährdet.
    Reisenden in Indonesien einschließlich Bali wird zu großer Vorsicht geraten, insbesondere während des Fastenmonats Ramadan, zu den anschließenden Feiertagen wie dem Unabhängigkeitstag am 17. August, an christlichen Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten, aber auch zum Balinesischen Neujahr Nyepi und dem chinesischen Neujahr.
    Naturkatastrophen
    Indonesien liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, so dass es zu vulkanischen Aktivitäten, Erd- und Seebeben sowie Tsunamis kommen kann.
    Mehrere Vulkane in verschiedenen Landesteilen zeigen erhöhte Aktivitäten. Seit Ende November 2017 ist der Vulkan Agung auf der Insel Bali verstärkt aktiv, für den seit Februar 2018 die Gefährdungsstufe 3 und eine Sperrzone von 4km um den Krater fort gilt, sowie seit Anfang Oktober 2018 auch der Vulkan Soputan auf Sulawesi.
    Die Möglichkeit verstärkter Aktivitäten besteht auch weiterhin bei den Vulkanen Merapi in der Region Yogyakarta auf der Insel Java und Sinabung auf der Insel Sumatra.
    Mit Beeinträchtigungen im Flugverkehr bis zur Schließung von Flughäfen muss jederzeit gerechnet werden. Sperrzonen, auch aufgrund der derzeitig erhöhten seismischen Aktivitäten in der Region, sollten unbedingt beachtet und Anweisungen lokaler Behörden Folge geleistet werden.
    Für solche Fälle ist es ratsam, Geldmittel (Bargeld und Kreditkarten) und eventuell benötigte Medikamente in ausreichender Menge mitzuführen. Gleichzeitig muss der Medikamentenvorrat maßvoll angelegt werden, um einen Verdacht auf Drogenhandel zu vermeiden. Indonesien zählt weltweit zu den Ländern mit den strengsten Drogengesetzen. Auf Drogenhandel steht die Todesstrafe, siehe Betäubungsmittel/Medikamente, Besondere Zollvorschriften und Besondere strafrechtliche Vorschriften.
    Im Dezember 2004 hatte ein Seebeben vor der Insel Sumatra eine Flutwelle ausgelöst, die hunderttausende Todesopfer forderte.
    Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam <http://media.gfz-potsdam.de/gfz/wv/doc/infothek/leaflets/Erdbeben_dt.pdf>.
    Eine Übersicht über aktuelle vulkanische Aktivitäten und Warnstufen bietet die indonesische Katastrophenschutzbehörde BNPB <https://www.bnpb.go.id/en>. Verhaltenshinweise und Informationen zu Gesundheitsrisiken finden Sie auf der Webseite der deutschen Botschaft Jakarta <https://jakarta.diplo.de/id-de/aktuelles/-/1687144> sowie bei The International Volcanic Health Hazard Network IVHHN <http://www.ivhhn.org/>.
    Reisende werden gebeten, Hinweise lokaler Behörden und insbesondere Sperrzonen zu beachten und zu respektieren.
    Während der Trockenzeit kommt es besonders auf den Inseln Sumatra und Kalimantan (Borneo) immer wieder zu Waldbränden, die regelmäßig gesundheitsschädliche Luftbelastungen verursachen.
    Weite Teile des Landes sind insbesondere während der Regenzeit, die meist von November bis März, aber regional unterschiedlich andauert, zudem des Öfteren von Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen, die auch lang anhaltende Überflutungen und erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen nach sich ziehen können. Bei Reisen über Land sollten die lokalen Wettervorhersagen beachtet werden.
    Kriminalität
    In der Hauptstadt Jakarta besteht die Gefahr von Überfällen besonders für alleinreisende Frauen. Taxis sollten nur von Bluebird, Silverbird oder Express genommen bzw. telefonisch bestellt werden.
    Auf Bali verleiten wie an vielen anderen Orten Falschspielerbanden Reisende zu verbotenen, manipulierten Glücksspielen.
    Besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln, an belebten Plätzen und in belebten Cafés und Restaurants touristisch beliebter Orte wie auf Bali und Lombok kommt es zu Taschendiebstählen. Die Anzahl von Trickdiebstählen und Überfällen hat zugenommen. Reisende sollten auf ihre Wertgegenstände (insbesondere Reisedokumente und Bargeld) achten. Die Polizei ist häufig nicht bereit, Anzeigen entgegenzunehmen.
    Methanolvergiftungen
    Nach tragischen Vorkommnissen auch in jüngster Vergangenheit wird zu großer Vorsicht beim Konsum von Alkohol geraten. Mehrere Kranken- und Todesfälle nach dem Genuss von alkoholischen Getränken lassen auf mit Methanol verunreinigte Getränke schließen. Methanolvergiftungen können schwere gesundheitliche Schäden verursachen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen.
    Betäubungsmittel/Medikamente
    Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und jeder Art von Drogen bestraft, so dass besondere Vorsicht auch bei der Mitnahme von an sich nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten wie auch bei der Mitnahme von Gegenständen für andere Personen geboten ist, siehe auch Besondere Zollvorschriften und Besondere strafrechtliche Vorschriften.
    Ethnische und religiöse Spannungen
    In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon kam es zuletzt 2011 zu Unruhen mit Toten und Verletzten. In Zentralsulawesi um die Stadt Poso kam es in der Vergangenheit ebenfalls wiederholt zu Unruhen. Die Situation hat sich in beiden Fällen wieder stabilisiert; Vorsicht bei Reisen in die Region wird dennoch empfohlen.
    In den Provinzen Papua und West-Papua ereigneten sich seit 2011 gewalttätige Zwischenfälle sowohl in der Provinzhauptstadt Jayapura (Papua) als auch rund um die Grasbergmine nahe Timika (West-Papua) und im Distrikt Puncak Jaya (West-Papua). Für Papua und West-Papua gelten besondere polizeiliche Vorschriften und Beschränkungen für Einreise und Aufenthalt bei nicht-touristischen Aufenthalten. Reisen in die genannten Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden.
    Das Erstarken religiös-konservativer Kräfte in einigen Landesteilen hat zu einer sinkenden Toleranz gegenüber gesellschaftlichen Minderheiten geführt. Hiervon können sexuelle Minderheiten in besonderem Maße betroffen sein.
    Krisenvorsorgeliste
    Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste <http://elefand.diplo.de/> einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.
    Weltweiter Sicherheitshinweis
    Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis <http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/WeltweiterSiHi_node.html> zu beachten.
    Allgemeine Reiseinformationen
    Versorgung im Notfall
    Reisende nach Indonesien sollten unbedingt auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz <https://studio.auswaertiges-amt.de/studio/> achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung. Reisende, die sich abseits der großen Ferienzentren aufhalten und sich besonderen Risiken aussetzen, sollten zudem Notfalladressen bei sich führen, die im medizinischen Notfall eine schnelle Evakuierung gewährleisten.
    Verkehrsinfrastruktur
    Die Verkehrsinfrastruktur in Indonesien entspricht nicht europäischem Niveau. Straßen-, See- und Luftverkehr sind unfallträchtig. Es kommt nicht selten zu Unfällen mit Todesfolge, an denen Ausländer beteiligt sind.
    Straßenverkehr
    Fahrzeuge sollten nur von renommierten Firmen und mit Fahrer angemietet werden. Aufgrund des Unfall- und Diebstahlrisikos sollte auf ausreichenden Kasko- und Haftpflichtversicherungsschutz geachtet werden. Von der Anmietung von Krafträdern (Motorräder und Motorroller) wird abgeraten. Aufgrund der für Ausländer ungewohnten Verkehrssituation kommen, vor allem auf Bali und Lombok, häufig Kraftradunfälle vor.
    Führerschein
    Der Internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
    Seeverkehr
    Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka und im Südchinesischen Meer (um die Inselgruppe Natuna) ist durch Piraterie gefährdet. Die Sicherheitsvorkehrungen im Schiffs- und Fährverkehr entsprechen nicht europäischem Niveau. Bei der Auswahl des Transportmittels zwischen indonesischen Inseln wird zu besonderer Vorsicht geraten.
    Sportliche Aktivitäten
    Trekkingtouren, Bergbesteigungen und Tauchgänge sollten mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, deren Verlässlichkeit durch Empfehlung vom Hotel oder Reisebüro als sicher gelten kann.
    Ramadan/Verhalten in der Öffentlichkeit
    Indonesien ist mit Ausnahme von Bali ein überwiegend islamisch geprägtes Land. Die allgemeinen Verhaltensregeln, die für Reisende (insbesondere Frauen) in islamische Länder gelten, sollten daher außer auf Bali insbesondere in ländlichen Gegenden Indonesiens berücksichtigt werden.
    Während des Fastenmonats Ramadan ist in islamisch geprägten Landesteilen mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) und mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Bezug auf die Einhaltung islamischer Traditionen zu rechnen. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten, sollten auch Nichtmuslime darauf achten, keine religiösen Gefühle zu verletzen. Es wird daher empfohlen, dort tagsüber vom Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit Abstand zu nehmen. Frauen sollten während dieser Zeit noch mehr auf möglichst dezente, langärmelige Kleidung achten, analog sollten Männer besonders auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.
    Geld/Kreditkarten
    Landeswährung ist Rupiah (IDR). Die Bezahlung mit Kreditkarten ist weit verbreitet. Aufgrund von Missbrauchsfällen sollte die Kreditkarte nie aus den Augen verloren und auf Anwesenheit beim Bezahlvorgang bestanden werden. Bargeld kann vielerorts mit Bank- und gängigen Kreditkarten abgehoben werden. Für entlegenere Gegenden wird die Mitnahme von Bargeld empfohlen.
    Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
    Reisedokumente
    Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
    Reisepass: Ja
    Vorläufiger Reisepass: Ja, mit vor der Einreise erteiltem Visum
    Personalausweis: Nein
    VorläufigerPersonalausweis: Nein
    Kinderreisepass: Ja
    Anmerkungen:
    Reisedokumente müssen mindestens sechs Monate nach Einreise gültig sein.
    Pässe, die als verloren oder gestohlen gemeldet wurden, können nicht zur Einreise verwandt werden. Die indonesischen Grenzbehörden haben in letzter Zeit mehrfach deutschen Staatsangehörigen in solchen Fällen die Einreise verweigert. Wird ein als verloren oder gestohlen gemeldeter Pass wiederaufgefunden und dies der ausstellenden Behörde mitgeteilt, so kann es u. U. einige Zeit dauern, bis die Löschung der Fahndungsmeldung auch im Datenbestand der indonesischen Grenzbehörden erfolgt.
    Visum
    Mit dem Reisepass oder dem Kinderreisepass können deutsche Staatsangehörige je nach Zweck, Reiseroute und Dauer des Aufenthaltes in Indonesien entweder
    - visumfrei einreisen
    - bei der Einreise ein „Visa on Arrival“ erhalten oder
    - vor der Einreise bei der zuständigen Auslandsvertretung der Republik Indonesien ein Visum beantragen.
    Während Visabestimmungen für Touristen gelockert wurden haben sich die Aufenthaltsbestimmungen für ausländische Geschäftsleute in bestimmten Bereichen verschärft.
    Geschäftsreisende sollten beachten, dass Tätigkeiten, die über bloße Geschäftsgespräche hinausgehen, arbeitserlaubnispflichtig sein können. Die genauen Vorschriften sind nicht veröffentlicht.
    Auskünfte über die Notwendigkeit der Beantragung einer (Kurzzeit-) Arbeitserlaubnis können daher nur die Auslandsvertretungen der Republik Indonesiens erteilen.
    Einreise ohne Visum („Visa free visit“)
    Ohne Visum können Deutsche unter folgenden Bedingungen einreisen:
    - Reisepass bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig
    - Weiter- oder Rückflugticket vorhanden
    - Aufenthalt von höchstens 30 Tagen (Tag der Ankunft und Tag der Abreise zählen mit)
    - Einer der folgenden Aufenthaltszwecke:
    - Tourismus
    - Besuch von Familienangehörigen oder Freunden
    - kulturelle und soziale Zwecke
    - Teilnahme an Seminaren als Zuhörer
    - Teilnahme an internationalen Ausstellungen
    - Flughafentransit oder
    - offizieller Besuch (Dienstreise von Angehörigen staatlicher Stellen)
    Die Verlängerung des Aufenthalts über 30 Tage hinaus ist ausgeschlossen. Die indonesischen Behörden tolerieren nicht länger die bisherige Praxis, das Land kurzzeitig zu verlassen (z. B. Ausreise nach Singapur oder Kuala Lumpur) und anschließend erneut für bis zu 30 Tage visumfrei einzureisen. Vielmehr wurde dies in letzter Zeit als Umgehung der aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen betrachtet.
    Für längerfristige Aufenthalte sollte daher rechtzeitig bei der örtlichen Ausländerbehörde in Indonesien eine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden.
    Die visumfreie Ein- und Ausreise ist über die internationalen Flughäfen Soekarno-Hatta (Jakarta) und Ngurah Rai (Denpasar/Bali) sowie viele andere Grenzübergangsstellen möglich, jedoch nicht über alle Grenzübergangsstellen. Auskünfte hierzu erteilen die Auslandsvertretungen der Republik Indonesien.
    Einreise mit „Visa on Arrival“
    Deutsche, die beabsichtigen, länger als 30 Tage, jedoch höchstens 60 Tage, in Indonesien zu bleiben und weder eine Arbeitsaufnahme noch einen Daueraufenthalt in Indonesien planen, können bei Einreise unter folgenden Bedingungen ein für 30 Tage gültiges Visum („Visa on Arrival“) erhalten:
    - Reisepass bei Einreise mindestens sechs Monate gültig
    - Weiter oder Rückflugticket vorhanden
    - Zahlung der Gebühr von 35,- US-Dollar in bar (Bei Bezahlung in anderen Währungen erfolgt die Ausgabe des Rückgeldes in indonesischen Rupiah.)
    Eine einmalige Verlängerung dieses Visums um weitere 30 Tage ist möglich, kostet mindestens 30,- US-Dollar und muss mindestens sieben Arbeitstage vor Ablauf des ersten 30-Tage-Visums beantragt werden. Zuständig ist jede Ausländerbehörde (Imigrasi) in Indonesien. Dort müssen rechtzeitig vor Ablauf des ersten 30-Tage-Visums die genauen Kosten sowie die Bearbeitungsdauer erfragt werden.
    Es ist nicht möglich, sofort ein Visum für 60 Tage zu erhalten.
    Bei Aus- und Wiedereinreise kann jederzeit erneut ein „Visa on Arrival“ beantragt werden.
    Visum vor der Einreise
    Ein vor der Einreise erteiltes Visum ist in folgenden Fällen erforderlich:
    - für Aufenthalte, die auf eine Dauer von über 60 Tagen angelegt sind,
    - für Aufenthalte mit bestimmten Aufenthaltszwecken (Journalismus einschließlich Foto-, Video- und Audiojournalismus, Erwerbs- oder Forschungstätigkeit)
    - für die Einreise mit einem vorläufigen Reisepass
    Das Visum kann unabhängig vom Wohnsitz bei jeder Auslandsvertretung der Republik Indonesien eingeholt werden. Die Bearbeitungszeit kann mehrere Wochen betragen.
    Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer
    Bei Vergehen gegen die indonesischen Einreisebestimmungen drohen hohe Geldstrafen und Haft bis zu fünf Jahren. Für jeden Tag des illegalen Aufenthalts in Indonesien ist eine Strafe von 20,- US-Dollar pro Person in bar zu zahlen; ab 60 Tagen droht Abschiebehaft. Auch Journalisten, die ohne das erforderliche Journalisten-Visum eingereist sind, werden verhaftet und abgeschoben.
    Sonstige Hinweise
    Die Flughafensteuer von bis zu 200.000 indonesischen Rupiah (IDR) je Passagier ist meist im Preis für das Flugticket enthalten. Es wird empfohlen, im Zweifel bei der Fluggesellschaft nachzufragen, ob dies der Fall ist.
    Grundsätzlich besteht eine Meldepflicht für Aufenthalte ab 24 Stunden nach Einreise. Bei Hotelaufenthalten ist nichts zu veranlassen. Reisende, die in Privatunterkünften nächtigen, sollten ihren Gastgeber darauf ansprechen, damit dieser die Anmeldung beim Gemeindevorsteher (RT= Rukun Tetangga) vornimmt.
    Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
    Besondere Zollvorschriften
    Die Einfuhr von Bargeld und Zahlungsmitteln mit einem Gegenwert, der 100 Mio. IDR (derzeit ca. 6.300 €) überschreitet, muss bei der Einreise dem indonesischen Zoll gemeldet werden. Unterbliebene oder unrichtige Meldungen werden mit Geldstrafe bis zu 300 Mio. IDR geahndet.
    Bei der Einfuhr von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten und Psychopharmaka ist unbedingt darauf zu achten, dass diese durch eine entsprechende Verschreibung mit Übersetzung nur und auch in der Menge entsprechend der Verschreibung eindeutig für den eigenen Bedarf sind und damit nicht als Betäubungsmittel in Indonesien verboten sind, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften. Im Zweifel sollte die Botschaft Indonesiens in Berlin befragt werden.
    Weitere Informationen zu Einfuhrbestimmungen in Indonesien erteilt das Directorate General of Customs and Excise.
    Für die Ausfuhr von Bargeld und Zahlungsmitteln, die den Gegenwert von 100 Mio. IDR überschreitet, ist eine Genehmigung der Zentralbank Bank Indonesia erforderlich.
    Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
    Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App „Zoll und Reise“ finden oder telefonisch erfragen.
    Besondere strafrechtliche Vorschriften
    Indonesien zählt zu den Ländern mit den strengsten Drogengesetzen weltweit. Schon der Besitz geringster Drogenmengen führt oft zu hohen Freiheitsstrafen. Die Todesstrafe für Drogendelikte wird auch an Ausländern vollstreckt. Es wird daher eindringlich vor Erwerb, Besitz, Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr von Rauschgift gewarnt.
    Auch Medikamente für den eigenen Bedarf, insbesondere wenn sie betäubungsmittelhaltig sind, wie z.B. Methadon, oder bei Psychopharmaka können ohne Nachweis der der Menge entsprechenden Verschreibung als Drogen qualifiziert werden und zu entsprechenden Konsequenzen führen.
    Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben.
    Sexueller Missbrauch von Kindern steht unter Strafe und ist darüber hinaus auch dann nach deutschem Recht strafbar, wenn diese Taten von Deutschen im Ausland begangen werden.
    Homosexualität ist in Indonesien mit Ausnahme der Provinz Aceh nicht verboten, allerdings kommt es wiederholt zu Strafverfolgung von Betreibern und Gästen von LGBT-Einrichtungen und Veranstaltungen auf Grundlage der Anti-Pornographiegesetzgebung.
    In Aceh wird die Scharia angewandt, so dass dort neben homosexuellen Beziehungen auch Glücksspiel, Alkoholkonsum und außerehelicher Geschlechtsverkehr unter Strafe wie Prügelstrafe stehen, auch für Reisende.
    Auch in Provinzen, in denen sexuelle Handlungen von Gleichgeschlechtlichen nicht strafbar sind, werden diese gesellschaftlich kaum toleriert. In der Hauptstadt Jakarta und auf Bali ist die Akzeptanz höher als in ländlichen Gegenden.
    Indonesische Gerichts- und Ermittlungsverfahren entsprechen nicht deutschen rechtsstaatlichen Standards. Bei Verdacht auf Verstöße gegen indonesische Gesetze muss ggf. mit langer Untersuchungshaft, teurer und dennoch manchmal unzureichender anwaltlicher Verteidigung sowie mit gesundheitsgefährdenden Haftbedingungen gerechnet werden. Auch bei Verdacht auf geringfügige Vergehen, wie z. B. Sachbeschädigung, werden Ausländer, besonders auf Bali, von der indonesischen Polizei häufig in Untersuchungshaft genommen.
    Aufgrund des Autonomiestatus der Provinz Aceh unterscheidet sich das dortige Strafrecht vom Rest Indonesiens. Durch Einführung einzelner Elemente islamischen Strafrechts stehen dort auch Handlungen wie Glücksspiel, Alkoholkonsum, außerehelicher Sex oder homosexuelle Beziehungen unter Strafe. Diese Strafvorschriften werden auch auf Nichtmuslime angewandt. Das mögliche Strafmaß kann drastische physische Maßnahmen (öffentliche Prügelstrafen) umfassen.

    Haftungsausschluss

    Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.
    Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.
    Auswärtiges Amt
    Bürgerservice
    Arbeitseinheit 040
    D-11013 Berlin
    Tel.: (030) 5000-2000
    Fax: (030) 5000-51000

    Gesundheitshinweise

    Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.
    Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

    Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

    Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.
    Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:
    - Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
    - auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren
    Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern
    und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
    - immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine
    vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen
    - trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle
    medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

    Singapur

    Medizinische Hinweise
    Aktuelle medizinische Hinweise
    Zika-Virus-Infektion
    Aus Singapur werden viele Fälle von Zika-Virus-Infektionen gemeldet, die Möglichkeit einer lokalen Übertragung des Virus ist damit grundsätzlich gegeben, insbesondere für Personen, die sich tagsüber viel im Freien und hier besonders in Grünanlagen und Parks, an Wasserstellen und in abgelegenen Stadteilen aufhalten. Zika-Virus-Infektionen verlaufen klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber, allerdings können sie für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
    Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
    Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden.
    Sind auf der Reise oder kurz danach Symptome einer möglichen ZIKV-Infektion (z.B. Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen) aufgetreten, sollten Männer auf jeden Fall 6 Monate Kondome benutzen.
    Frauen sollten für 2 Monate nach Rückkehr aus den Ausbruchsgebieten eine Schwangerschaft verhindern. Eine Übertragung von einer erkrankten Frau auf den Mann ist in einem Einzelfall inzwischen nachgewiesen.
    Impfschutz
    Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen.
    Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung) ggf. auch gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.
    Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.
    Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Typhus empfohlen. Bei Reisen in Nachbarländer ist ggf. auch die Impfung gegen Tollwut und Japanische Enzephalitis ratsam.
    Denguefieber
    Denguefieber wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.
    In Singapur wurden in den letzten Jahren hohe Zahlen von Denguefieber Erkrankungen registriert. Es wird empfohlen, möglichst stehende Gewässer zu meiden und Mückenschutzmittel anzuwenden - siehe auch www.dengue.gov.sg
    Chikungunya
    Das Chikungunya Virus ist eine ebenfalls über die Stechmücken übertragene, mit Fieber und Gelenkschmerzen einhergehende, tropische Infektionskrankheit. In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung komplikationsfrei und sie ist selbstlimitierend.
    Ist der Aufenthalt nur auf Singapur beschränkt, so bestehen viele Gesundheitsrisiken wie in anderen Tropenländern - wegen der hier herrschenden strikten Hygiene und den weitgehend fehlenden Mücken aufgrund intensiv durchgeführter Mückenbekämpfung - kaum oder gar nicht. Durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellents, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) kann das Restrisiko für mückenübertragene Erkrankungen noch weiter reduziert werden. Singapur gilt als malariafrei.
    HIV / Aids
    HIV/AIDS ist mittlerweile auch in Singapur ein Problem. Gefährdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
    Hand-Fuß-Mund-Krankheit
    In Singapur treten gelegentlich Fälle der Hand-Fuß-Mund-Krankheit auf. Es handelt sich um eine Virusinfektion des Menschen (u. a. mit Coxsackie A 16 Virus), die Viren werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt als Schmierinfektion, über Nahrungsmittel oder als Tröpfcheninfektion (Husten/Niesen). Prinzipiell handelt es sich um eine harmlose und relativ rasch (7 bis 10 Tage) abheilende Krankheit.
    Eine Prophylaxe ist durch strikte Hygienemaßnahmen (Händewaschen) eingeschränkt möglich.
    Haze
    Singapur ist immer wieder vom sogenannten Haze betroffen. Beim Haze handelt es sich um periodisch auftretende, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen, die durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und Indonesien verursacht werden. Bei stark erhöhten Schadstoffkonzentrationen können Reizungen der Augen und der Atemwegsorgane auftreten. Insbesondere Herz- und/oder Lungenkranke sowie Alte und Kleinkinder sind stärker gefährdet, aber auch gesunde Erwachsene sollten dann eine körperliche Betätigung im Freien vermeiden und weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Menschen mit den genannten oder anderen einschlägigen gesundheitlichen Problemen (Asthmatiker, Allergiker, u.a.) sollten vor Reisen in eventuell betroffene Gebiete einen Arzt konsultieren.
    Medizinische Versorgung
    Die medizinische Versorgung im Lande hat ein hohes, mit Europa vergleichbares Niveau und ist vor allem in privaten Krankenhäusern sehr teuer. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden auch wegen hoher Krankenhaus- und Arztrechnungen, die meist sofort beglichen werden müssen, dringend empfohlen.
    Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird, insbesondere auch bei geplanten Reisen in die Nachbarländer, dringend empfohlen (siehe z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Südostasien bewusst sein.
    Weitere Informationen der singapurischen Behörden zur Gesundheit finden Sie unter
    https://www.moh.gov.sg/content/moh_web/home/our_healthcare_system.html
    Unverändert gültig seit: 6. September 2016

    Malaysia

    Impfschutz
    Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de
    Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza.
    Als Reiseimpfungen werden Polio (Kinderlähmung), Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Japanische Encephalitis empfohlen.
    Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert, siehe www.who.int
    Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.
    Dengue-Fieber
    wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s.u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen. Da es in Malaysia keine terminierten Regenzeiten gibt, ist ständig mit einem Übertragungsrisiko zu rechnen, das nach stärkeren Regenperioden regional ansteigt. Der Schutz vor tag- und nachtaktiven Mücken ist die beste und einzige Vorsorgemaßnahme.
    Malaria
    Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufiger tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
    Eine Malariainfektion ist ganzjährig in einigen Landesteilen möglich. Plasmodium falciparum (40%), Plasmodium vivax (60%); Anteile regional sehr unterschiedlich. Plasmodium knowlesi vereinzelt, auf Borneo 70% der Fälle.
    Ein mittleres Malariarisiko besteht auf Borneo: in Sabah ist das Risiko höher im Landesinneren, geringer in Kota Kinabalu und den Küstenregionen; in Sarawak ist das Risiko höher im Grenzgebiet zu Kalimantan und nimmt nach Norden hin ab. Geringes Risiko in den küstennahen Landesteilen von Sarawak (Borneo).
    Sehr geringes Risiko herdförmig im Landesinneren (zentral, Norden und Nordosten) von West-Malaysia (Halbinsel).
    Als malariafrei gelten die Küstenregionen, Städte sowie das gesamte Federal Territory um die Hauptstadt auf der malaysischen Halbinsel.
    Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
    Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
    - körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
    - tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
    - ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
    HIV/AIDS
    ist in Malaysia bisher weniger weit verbreitet als in manchen anderen Staaten Südostasiens, die Anzahl der Neuinfektionen steigt aber an; Durchseuchung in den bekannten Risikogruppen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
    Durchfallerkrankungen/Cholera
    Erhöhtes Risiko besteht landesweit; durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
    Andere Infektionskrankheiten
    Chikungunya-Fieber
    Chikungunya-Fieber ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z.T. langanhaltenden Gelenkschmerzen. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung, nur das Vermeiden von Mückenstichen kann helfen.
    Sarkozystose
    Es kommen Fälle von Sarkozystose auf der Insel Tioman vor. Die Übertragung erfolgt durch Nahrungsaufnahme (Fleisch oder durch Fäkalien verunreinigte Lebensmittel/Trinkwasser), auf gute Hygiene ist zu achten, Fleisch sollte niemals roh verzehrt werden.
    Japanische Enzephalitis
    Die meisten Fälle dieser durch Moskitos übertragenen Virusinfektion des Gehirns treten in ländlichen Gebieten (v.a. Sarawak) auf. Bei längeren Aufenthalten auf dem Land sind Mückenschutz (siehe Malaria) und Impfung wirksame Prophylaxemaßnahmen.
    Tollwut
    Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit, aber v.a. auf der malayischen Halbinsel, besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Tiere (Hunde, Affen) und damit Übertragung einer Tollwut. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Malaysia nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung für Reisen nach Malaysia eine besondere Bedeutung zu.
    Vogelgrippe
    Auch in Malaysia ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten, umschriebene Ausbrüche bei Tieren auch in 20072015/16, bisher keine menschlichen Erkrankungsfälle. Bei Reisen im Land sollte daher auf Kontakt mit Vögeln und Geflügel verzichtet werden, insbesondere auf den Besuch von Geflügelmärkten.
    Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
    Weitere tropische Infektionskrankheiten (z.B. Hand-Fuß-Mundkrankheit, Typhus, Bilharziose) kommen vor, allerdings in unterschiedlicher Gefährdung für Reisende.
    Haze
    Die Luftqualität in Malaysia insbesondere im Großraum Kuala Lumpur ist während des gesamten Jahres häufig eingeschränkt. Teile Malaysias sind zudem immer wieder vom sogenannten „Haze“ betroffen. Beim „Haze“ handelt es sich um periodisch auftretende, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen, die durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und vor allem in Indonesien verursacht werden. Je nach Wetterlage können die Schadstoffwerte, die von malaysischen Stellen veröffentlicht werden, täglich und von Ort zu Ort schwanken. Es wird daher empfohlen, sich regelmäßig aus der lokalen Presse oder im Internet (aqicn.org) über die veröffentlichten Zahlen am Aufenthaltsort zu informieren. Dabei ist zu beachten, dass in Malaysia die gefährlicheren Feinpartikel (PM 2,5) nicht gemessen werden, so dass die tatsächliche Belastung zumeist deutlich höher ist als die veröffentlichten Zahlen. Soweit dort stark erhöhte Schadstoffkonzentrationen vorliegen, können Reizungen der Augen und der Atemwegsorgane auftreten. Insbesondere Herz- und/oder Lungenkranke sowie Alte und Kleinkinder sind stärker gefährdet, aber auch gesunde Erwachsene sollten dann eine körperliche Betätigung im Freien vermeiden und weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Menschen mit den genannten oder anderen einschlägigen gesundheitlichen Problemen (Asthmatiker, Allergiker, u.a.) sollten vor Reisen in eventuell betroffene Gebiete einen Arzt konsultieren.
    Medizinische Versorgung
    In Großstädten allgemein befriedigende Gesundheitsversorgung mit oft im Ausland ausgebildeten Fachärzten. An der Westküste der malaiischen Halbinsel findet man weitgehend gute hygienische Verhältnisse vor. Westliche Arzneimittel, auch viele deutsche Präparate, sind in städtischen Gebieten erhältlich.
    Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind auch wegen evtl. hoher Krankenhaus- und Arztrechnungen, die meist sofort (oft vorab) beglichen werden müssen, dringend empfohlen.
    Unverändert gültig seit: 3. März 2017

    Brunei

    Medizinische Hinweise
    Impfschutz
    Eine gültige Gelbfieberimpfung wird von allen Reisenden, die älter sind als 1 Jahr, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt, auch, wenn sie in diesem Land nur im Transit waren. Näheres hierzu unter: http://www.who.int/ith/en/ country list.
    Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich der Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfung Hepatitis A, bei längeren Aufenthalten und besonderen Risiken (insbesondere bei Aufenthalten im Hinterland) auch die Impfungen gegen Hepatitis B, ggf. Tollwut, Typhus und Japanische Encephalitis empfohlen.
    Dengue-Fieber
    Die Übertragung von Dengue-Fieber ist ganzjährig möglich. Dengue-Fieber wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft auch Reisende.
    In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolgen auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten. Da es derzeit weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche.
    Zika
    Zikavirusinfektionen wurden bisher nicht berichtet.
    Japanische Enzephalitis
    Seit Oktober 2013 wurden vereinzelte Fälle von Japanischer Enzephalitis berichtet. Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgfältiger Mückenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig.
    Malaria
    Bei Reisen in das Hinterland mit tropischem Regenwald besteht ein geringes Risiko einer Malariaerkrankung. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Malaria kann noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Je nach Reiseprofil ist neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) evtl. eine sog. „Standby - Notfallselbstbehandlung“ sinnvoll. Für die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Artemether/Lumefantrin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl des Medikamentes sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten entsprechend dem Reiseprofil (Dauer, Ort und Zeit) unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
    Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
    • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
    • tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
    • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
    Durchfallerkrankungen, Hygiene
    Durchfallerkrankungen treten auch in Brunei Darussalam gelegentlich auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sie sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Vereinzelte Cholerafälle treten vor allem in der Regenzeit auf und sind durch entsprechende Hygiene ebenfalls vermeidbar.
    Einige Grundregeln:
    Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
    Tollwut
    Tollwuterkrankungen treten in Brunei in seltenen Fällen auf.
    Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung.
    Influenza
    Influenzainfektionen sind während der Regenzeiten häufiger, seit 2009 hat sich im ganzen Land auch die Neue Influenza A/H1N1 verbreitet.
    Medizinische Versorgung
    Die medizinische Infrastruktur im Lande bietet eine gut strukturierte stationäre Versorgung und Notfallversorgung durch Ärzte, die überwiegend aus anderen asiatischen Ländern zugezogen sind. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden empfohlen.
    Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/ )
    Unverändert gültig seit: 10. Oktober 2016

    Indonesien

    Medizinische Hinweise
    Aktuelle medizinische Hinweise
    Zika-Virus-Infektion
    Es gibt Hinweise, dass in Südostasien das Zika-Virus seit etwa 40 Jahren zirkuliert. Aus den letzten zehn Jahren wurden Einzelfälle von Erkrankungen gemeldet, ohne dass bisher größere Ausbrüche bekannt geworden sind. Das Infektionsrisiko ist daher außerhalb von Ausbruchsituationen als gering einzuschätzen, obgleich Einzelfälle bei Reisenden inzwischen gemeldet werden.
    Zika-Virus-Infektionen verlaufen klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber, allerdings stellen sie für ungeborene Kinder eine Gefahr dar. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung. Auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sollte geachtet werden.
    Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf folgendem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts.
    Impfschutz
    Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert. Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.
    Es wird empfohlen, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene zu überprüfen und ggf. zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps Masern Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.
    Als Reiseimpfung wird die Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Encephalitis empfohlen.
    Dengue Fieber
    Dengue Fieber kommt in Indonesien gehäuft vor. Die Viruserkrankung wird von überwiegend tagaktiven Mücken übertragen. Ein Übertragungsrisiko besteht ganzjährig mit Häufung während der Regenzeit. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s.u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.
    Malaria
    Das Malaria-Risiko besteht in Indonesien ganzjährig.
    Ein hohes Risiko besteht in tiefer gelegenen Gebieten von Papua, auf den Molukken sowie auf allen Inseln östlich von Lombok.
    Ein mittleres Risiko besteht auf Sumatra, besonders im Nordosten und Südosten mit den Provinzen Riau und Lampung, in Kalimantan (Borneo), auf Sulawesi, besonders im Norden und Zentrum, im Hochland von West-Papua (Insel Neuguinea) unterhalb von 2000 m, sowie auf den übrigen Inseln mit Ausnahme von Java, Bali und Lombok.
    Ein geringes Risiko besteht auf Java, Bali und Lombok.
    Die Großstädte im Norden von Java gelten als malariafrei.
    Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (durch Plasmodium falciparum, ca. 50% der Fälle in Indonesien) bei nicht-immunen Europäern tödlich. Malaria kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer ähnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverlässig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Schäden oder Beschwerden kommt. Beim Auftreten von Fieber während und mehrere Monate nach Aufenthalt in einem Malariagebiet ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf diesen Aufenthalt notwendig.
    Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) oder eine Notfallselbstbehandlung sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Mefloquin, Artemether/Lumefantrin, Doxycyclin auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl des Medikamentes und dessen persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten entsprechend dem Reiseprofil (Dauer, Ort und Zeit) unbedingt vor Abreise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
    Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechmücken (Expositionsprophylaxe) ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.
    Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen:
    - körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
    - tagsüber (Dengue, ZIKA) und in den frühen Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
    - ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
    Der Aufenthalt in Mücken-geschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen) vermindern das Risiko einer Übertragung deutlich und schützen auch vor anderen stechmückenübertragenen Erkrankungen wie Dengue Fieber, Zika, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis.
    Durchfallerkrankungen
    Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und Cholera vermeiden.
    Einige Grundregeln:
    Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
    HIV/AIDS
    HIV/Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, Tätowierungen, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
    Tollwut
    Bei der Tollwut handelt es sich um eine fast immer tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko von Bissverletzungen durch streunende Hunde sowie in letzter Zeit auch durch Affen - auch in Parks - und damit Übertragung einer Tollwut. Notwendige medizinische Maßnahmen nach Bissverletzungen von Ungeimpften sind in Indonesien nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung für Reisen nach Indonesien eine besondere Bedeutung zu.
    Chikungunya-Fieber
    Chikungunya Fieber ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und manchmal langanhaltenden Gelenkschmerzen, die in Indonesien immer wieder auftreten kann. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung, nur das Vermeiden von Mückenstichen kann helfen (s.o.).
    Japanische Enzephalitis
    Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb ist ein sorgfältiger Mückenschutz und ggf. eine vorbeugende Schutzimpfung wichtig.
    Andere Infektionskrankheiten
    Auch in Indonesien ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten. Die meisten der 33 Provinzen haben infiziertes Geflügel gemeldet. Menschliche Erkrankungen sind seit Juli 2005 bekannt und bisher nur auf einigen Inseln (schwerpunktmäßig Java und Sumatra; vereinzelt auch Bali und Süd-Sulawesi) vorgekommen. Mit weiteren Fällen auf anderen Inseln ist jedoch zu rechnen. Die Letalität ist sehr hoch, es waren aber bisher in den meisten Fällen direkte Kontakte zu infizierten Tieren nachweisbar. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden. Darüber hinaus sind vereinzelt bei Katzen Infektionen mit dem H5N1-Virus aufgetreten. Auch diese scheinen jedoch in direktem Zusammenhang mit erkranktem Geflügel zu stehen. Dennoch sollten Kontakte zu freilaufenden Katzen vermieden werde. Hauskatzen sollten nicht in Kontakt mit Wildvögeln bzw. Geflügel kommen.
    Tuberkulose
    Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.
    Luftverschmutzung durch Waldbrände
    In der Trockenzeit kommt es regelmäßig in Kalimantan, Zentral- und Südsumatra zu großflächigen Waldbränden, die sich in der Region als intensiver und die Atemwege reizender Dunst bemerkbar machen können. Es wird empfohlen, sich - gegebenenfalls über die für Deutschland zuständigen Auslandsvertretungen der Republik Indonesien - über die Verhältnisse vor Ort zu unterrichten.
    Medizinische Versorgung
    Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete englischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs von den z. T. hohen Temperaturen geschützt werden.
    Unverändert gültig seit: 16. Januar 2017

    Aktueller Gesundheitshinweis

    In Indonesien ist in mehreren Fällen der hochpathogene H5N1-Virus bei Zuchtgeflügel und in Folge auch bei Menschen aufgetreten. Die örtlichen Behörden haben umgehend reagiert und - in Übereinstimmung mit dem weltweit geltenden Vorsorgeplan der WHO - weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus umgesetzt. Da der Virus bisher nur durch sehr engen Kontakt zu infizierten Tieren auf den Menschen übertragen wurde, sehen die Gesundheitsbehörden derzeit keine erhöhte Gefährdung für Indonesien-Reisende. Sie empfehlen jedoch unbedingt, jeden Kontakt zu lebendem Geflügel zu meiden: Dieser kann z.B. beim Besuch von Marktbereichen, in denen mit lebendem Geflügel gehandelt wird, bestehen. Den Empfehlungen der Behörden folgend, verzichten wir bei allen unseren Indonesien-Reisen auf den Besuch von Märkten, in denen mit lebendem Geflügel gehandelt wird.

    Hinweise

    Barrierefreiheit: Unsere Reisen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Ob diese Reise dennoch Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, erfragen Sie bitte bei uns.

    Veranstalter: Studiosus Reisen München GmbH, Riesstraße 25, 80992 München

    Termine

    Termine

    Südostasien – Malaysia, Indonesien, Singapur

    nicht verfügbar Teilnehmer: min. max. Dauer: 21 Tage

    12.05.2019Sonntag, 12. Mai 2019 - Samstag, 1. Juni 2019
    21 Tage / 20 Nächte

    5445 EUR

     

    nicht verfügbar Teilnehmer: min. max. Dauer: 21 Tage

    12.05.2019Sonntag, 12. Mai 2019 - Samstag, 1. Juni 2019
    21 Tage / 20 Nächte

    6510 EUR

     

    Doppelzimmer Teilnehmer: min. 10 max. 25 Dauer: 21 Tage

    25.08.2019Sonntag, 25. August 2019 - Samstag, 14. September 2019
    21 Tage / 20 Nächte

    5695 EUR

     

    Einzelzimmer Teilnehmer: min. 10 max. 25 Dauer: 21 Tage

    25.08.2019Sonntag, 25. August 2019 - Samstag, 14. September 2019
    21 Tage / 20 Nächte

    6830 EUR

     

    halbes Doppelzimmer Teilnehmer: min. 10 max. 25 Dauer: 21 Tage

    25.08.2019Sonntag, 25. August 2019 - Samstag, 14. September 2019
    21 Tage / 20 Nächte

    5695 EUR

     

    Doppelzimmer Teilnehmer: min. 12 max. 25 Dauer: 21 Tage

    15.09.2019Sonntag, 15. September 2019 - Samstag, 5. Oktober 2019
    21 Tage / 20 Nächte

    5595 EUR

     

    Einzelzimmer Teilnehmer: min. 12 max. 25 Dauer: 21 Tage

    15.09.2019Sonntag, 15. September 2019 - Samstag, 5. Oktober 2019
    21 Tage / 20 Nächte

    6690 EUR

     

    halbes Doppelzimmer Teilnehmer: min. 12 max. 25 Dauer: 21 Tage

    15.09.2019Sonntag, 15. September 2019 - Samstag, 5. Oktober 2019
    21 Tage / 20 Nächte

    5595 EUR

     

    Links